Unfruchtbarkeit: Ursachen, Faktoren & natürliche Unterstützung mit Nahrungsergänzungsmitteln
May 13, 2026
Was ist Unfruchtbarkeit? Definition und Epidemiologie
Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Unfruchtbarkeit die Unfähigkeit, nach 12 oder mehr Monaten regelmäßigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr schwanger zu werden. Bei Frauen über 35 Jahren verkürzt sich dieser Zeitraum aufgrund der natürlich abnehmenden Eizellreserve auf 6 Monate.
Unfruchtbarkeit betrifft beide Geschlechter gleichermaßen: In 40–50 % der Fälle wird ausschließlich ein männlicher Faktor festgestellt, während der übrige Prozentsatz auf weibliche oder kombinierte Faktoren zurückzuführen ist.
Weibliche Fruchtbarkeit: Die Rolle der Eizelle
Qualität und Anzahl der Eizellen sind grundlegende Faktoren der weiblichen Reproduktionsfunktion. Im Gegensatz zu Männern werden Frauen mit einer begrenzten Anzahl an Eizellen geboren, die mit zunehmendem Alter, insbesondere nach dem 35. Lebensjahr, kontinuierlich abnimmt.
Hauptfaktoren, die die weibliche Fruchtbarkeit beeinflussen:
- Alter & Eizellreserve
- PMOS (Polyendocrine Metabolic Ovarian Syndrome, früher bekannt als PCOS)
- Endometriose
- Hormonelle Ungleichgewichte
- Ernährung & Lebensstil
PMOS ist die häufigste Ursache für ovulationsbedingte Unfruchtbarkeit und betrifft schätzungsweise etwa 1 von 10 Frauen im gebärfähigen Alter. Endometriose verursacht anatomische Veränderungen, die die Empfängnis oder Befruchtung beeinträchtigen können.
Männliche Fruchtbarkeit: Die Rolle der Spermien
Die männliche Fruchtbarkeit wird in erster Linie durch eine Spermiogramm-Untersuchung beurteilt, bei der drei zentrale Parameter untersucht werden: Spermienanzahl, Beweglichkeit und Morphologie. Bereits eine isolierte Abweichung in einem dieser Werte kann die Empfängniswahrscheinlichkeit erheblich verringern.
Hauptfaktoren, die die männliche Fruchtbarkeit beeinflussen:
- Oxidativer Stress
- Hohe Temperatur
- Rauchen & Alkohol
- Mikronährstoffmangel
- Chronischer Stress
Natürliche Unterstützung der Fruchtbarkeit durch Nahrungsergänzungsmittel
Die Forschung der letzten Jahrzehnte hat die wichtige Rolle bestimmter Mikronährstoffe für die reproduktive Gesundheit hervorgehoben. Eine Supplementierung ersetzt keine medizinische Untersuchung, kann jedoch ein sinnvolles ergänzendes Mittel für Personen sein, die ihre Fruchtbarkeit auf natürliche Weise unterstützen möchten.
Nährstoffe für die weibliche Fruchtbarkeit:
- Folsäure: Trägt zur normalen Zellteilung bei und wird idealerweise bereits vor der Empfängnis empfohlen.
- Vitamin D: Niedrige Werte wurden mit reduzierten Empfängnisraten und Ovulationsstörungen in Verbindung gebracht.
- Rote Bete Extrakt: Reich an natürlich vorkommenden Nitraten und Betalainen.
- Vitamin C & E: Tragen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
Nährstoffe für die männliche Fruchtbarkeit:
- Zink: Trägt zur normalen Testosteronproduktion und zur normalen Spermatogenese bei.
- Selen: Bestandteil der